Vertrauen fördern in der Kommunikation
Kommunikation ist alles. War schon immer alles und wird auch künftig alles sein.
Man kann nicht, nicht kommunizieren. Auch wenn man nichts sagt, ist das schon eine Kommunikation.
Doch gibt es in der Kommunikation sehr viele Missverständnisse, welche oft unnötig wären.
Dies wäre ein Thema für die vertrauensvolle Kommunikation.
Kommunikation als ein Eisberg
Der Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick hat ein Modell der Kommunikation in Form eines Eisbergs entwickelt.
Dabei besteht die Kommunikation aus einer Sachebene, dem sichtbaren Teil des Eisbergs. Es ist das, was wirklich gesagt wird. Fakten, Daten und sachliche Informationen. Es sind die wörtlichen Aussagen der Kommunikation. Ein Teil, der bewusst wahrgenommen und reflektiert wird.
In einem zweiten Teil, dem unsichtbaren Bereich des Eisbergs unter Wasser, sind die Emotionen der Kommunikation verborgen. Erwartungen, Erfahrungen und soziale Prägungen. Der unsichtbare Teil beinhaltet Mimik, Körpersprache, Tonfall und Gestik.
Der unsichtbare Kommunikationsteil beeinflusst die Aufnahme und Interpretation der Kommunikation.
Vertrauensvolle Kommunikation ist mein Ziel
Wie kann man seinem Gesprächspartner etwas mitteilen, um Vertrauen zu wecken? So, dass er einem selbst nicht gleich als unglaubwürdig zu erkennen glaubt?
Welche Phrasen sind notwendig, um ein gutes Gefühl in der Kommunikation zu erreichen?
Die leider verstorbene Queen Elizabeth von England hat es in einem Interview erklärt. Ihr Rezept in ihrer langen Regierungszeit war:
„Zuerst stillschweigend zuhören. Dann sich zurückziehen und nachdenken. Dann an einem späteren Treffen mit der eigenen Aussage gelassen reagieren.“
Leider gelingt dies auch mir nicht immer. Aber die vertrauensvolle Kommunikation ist heute ein wichtiger Bestandteil meines Seins.
Wie kommunizieren wir
| Vorteil | Nachteil | |
|---|---|---|
| Telefon | Dialog mit Frage und Antwort ist möglich. | Empfänger wird unterbrochen. |
| WhatsApp Text | für kurze Mitteilungen sehr geeignet | Für Diskussionen unpraktisch. |
| WhatsApp Sprach | Nicht lautlos abhörbar, an Sitzung oder im Zug. Schlecht archivierbar für späteren Nachvollzug. | |
| Archivierbar. Recherchierbar. | ||
Aktives Zuhören
Das aktive Zuhören ist ein massgeblicher Bestandteil für eine vertrauensvolle Kommunikation.
Aktives Zuhören, das bedeutet, im Gespräch seinem Gegenüber aktiv seine Präsenz im Gespräch zu vermitteln. Dies kann zum Beispiel durch aktives, verbales Rückfragen erreicht werden. Aber die Rückfragen sollen den Gesprächsfluss, des Gegenübers nicht unterbrechen. Man sollte also einen geeigneten Moment im Gespräch abwarten, um seine Rückfrage zu stellen.
Aktives Zuhören betrifft aber nicht nur Rückfragen, sondern auch nonverbale Gesten. Etwa ein Kopfnicken oder Kopfschütteln.
Besonders wichtig ist auch der Blickkontakt mit seinem Gesprächspartner. Hier können auch die Augenbrauen zur nonverbalen Kommunikation eingesetzt werden. Sie können Erstaunen mit den Augenbrauen signalisieren. Auch eine fragende Aussage oder Skepsis kann über die Augenbrauen signalisiert werden.
Die nonverbalen Signale zeigen dem Kommunikationspartner, dass man am Gespräch beteiligt ist und man die Aussagen versteht.
Bei der vertrauensvollen Kommunikation geht es darum, sich selbst zurückzunehmen, seine eigenen Gedanken zurückzustellen und sich wirklich auf die Perspektive des Gegenübers einzulassen, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.
Dies bedeutet aber nicht, dass man unterwürfig zuhören soll. Ganz im Gegenteil. Die eigene Meinung ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Aber die eigene Aussage, soll im passenden Moment eingebracht werden.
WortWahl für vertrauensvolle Kommunikation
Die Verwendung von Kraftausdrücken ist in einer vertrauensvollen Kommunikation eher ungeschickt.
Auch das Fluchen ist nicht zwingend förderlich, sondern ist eher ein Ausdruck von Gewalt. Und Gewalt ist nicht zielführend beim Vertrauensschaffen.
Sätze
Eine aus meiner Sicht nicht hilfreiche Sätze sind zum Beispiel:
Verstehst Du, was ich meine?
Damit wird der Gesprächspartner in eine Situation gedrängt, in welcher er zugeben muss, dass er etwas nicht versteht. Es könnte sein, dass er sich beschämt fühlt und eher falscherweise mit ja antwortet. Ebenso zeugt es von der eigenen Unsicherheit, sich unklar ausgedrückt zu haben.
Beides ist für eine vertrauensvolle Kommunikation nicht hilfreich.
Ein MeetUp für Vertrauensvolle Kommunikation
Unter der Adresse https://www.meetup.com/vertrauensvolle-kommunikation/ führt Holger Morlok Besprechungen zum Thema vertrauensvolle Kommunikation durch.
