Lesedauer:
Ich bin zu dick
Eine von vielen Menschen immer wieder geäusserte Aussage: „Ich bin zu dick, ich sollte weniger Essen.“
Doch wie viel soll man wirklich essen? Und ist „weniger Dick zu werden“ wirklich eine Frage des weniger Essens?
FDH, Friss die Hälfte
Ein oft gehörtes Motto ist FDH. Friss die Hälfte. Das könnte bestimmt eine Überlegung wert sein. Denn wer sagt denn, dass man nach der Hälfte des Tellers nicht genauso satt ist?
Wie funktioniert Hunger?
Ein Energiemangel des Körpers wird durch ein lebenswichiges Signal, dem Hunger angezeigt. Hunger ist ein komplexes Zusammenspiel der körpereigenen Hormonen wie hauptsächlich Ghrelin und dem Gheirn Hypothalamus. wenn der Magen leer ist und der Blutzuckerspiegel sinkt. Dabei sendet der leere Magen über die Nervenbahnen Signale an das Gehirn, was zu dem typischen Magenknurren und dem Verlangen nach Essen führt.
Bei Hunger kann man sich schlechter konzentrieren, weil dem Gehirn Zucker (Glucose) fehlt – manche Menschen fühlen sich dann auch reizbar oder gar wütend.
- Hormonelle Steuerung: bei leerem Magen, schüttet die Magenschleimhaut das Hormon Ghrelin aus. Das das Ghrelin signalisiert dem Gehirn Hunger. Im Gegensatz dazu sinkt der Spiegel des sättigenden Hormons Leptin, das in den Fettzellen gebildet wird.
- Gehirn (Hypothalamus): Der Hypothalamus fungiert als Steuerungszentrale, die Signale aus Magen, Blutzucker und Fettgewebe verarbeitet und das Hungergefühl auslöst.
- Magenknurren: Wenn der Magen leer ist, bewegen sich dessen Muskeln weiter, was Gase und Flüssigkeit im Magen bewegt und die typischen, hörbaren Knurrgeräusche verursacht.
- Appetit vs. Hunger: Der Hunger ist das körperliche Bedürfnis nach Energie, während der Appetit oft durch äussere Reize wie Gerüche und dem Anblick des Essens ausgelöst wird und eher mit Genuss zu tun hat.
- Langfristige Regulation: Der Körper versucht über das Hormon Leptin sein Gewicht im Gleichgewicht zu halten, indem es bei mehr Körperfett das Hungergefühl hemmt.
Wo nimmt man bei Hunger ab?
Bei Hunger nimmt der Körper nicht gezielt an einer Stelle ab, sondern der Körper baut Fettreserven am ganzen Körper ab. Es beginnt oft im Gesicht, an den Armen und am Rücken, bevor Bauch, Hüften und Oberschenkel folgen.
Zunächst werden nach ca. 24 Stunden die Glykogenspeicher (in der Leber) aufgebraucht, danach beginnt die effektive Fettverbrennung.
Buffet und „all you can eat“
Viele Möglichkeiten lassen das eigene Gewicht, nicht purzeln, sondern eher stigern. Dazu gehören zum Beispiel Buffet’s mit einer grossen Auswahl an vielen leckeren Speisen. Das Gehirn reagirt und schreit: „ich will mehr“. Aber auch Gaststätten in welchen man so viel essen kann, wie man will, sind Reizpunkte.
Demgegenüber steht aber auch das positive Gefühl des eigenen „Balsam für die Seele“.
Das Seelenwohl ist ein wichtiger Punkt für die eigene Gesundheit. Es liegt aus meiner Sicht an der Disziplin jedes eigenen Menschen, sich richtig einzupendeln.
Den Hunger stoppen
Um den Appetit zu zügeln, helfen Wasser, Tee oder Bewegung. Auch Lebensmittel mit Bitterstoffen, Ballaststoffen oder Proteinen können den Hunger lindern. Viele Menschen, vor allem im fortgeschrittenen Alter, trinken viel zu wenig Wasser.
Wie schnell wird man satt?
Kein Daten-Highway zwischen Magen und Hirn.
Viele Menschen essen einfach bis sie satt sind. Doch in diesem Moment überwiegt das Völlegefühl. Sätze wie: „ich platze gleich“ sind oft zu hören.
Dies liegt in der Tatsache, dass der Magen nicht in Sekundenschnelle das Säte Gefühl an das Gehirn übermittelt. Und die Gewohnheit des Menschen wird weiter essen.
Eine gute Idee ist es, beim Essen Pausen einzulegen. Lassen Sie sich immer mal wieder einige Minuten Zeit um dem Magen die Möglichkeit zu geben, mit dem Gehirn zu kommunizieren.
Vorbereitung ist alles – Speichel und kauen
Auch sollte dem Magen die Speisen gut vorbereitet angeliefert werden. Das bedeutet, die Speisen sehr gut zu kauen um sie mit viel Speichel anzureichern. Und erst dann zu schlucken, wenn die Speisen magengerecht verkleinert sind und mit Speichel angereichert sind.
Ich bin kein Arzt. Alle Informationen hier beruhen auf Recherchen und Auskünften von Betroffenen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

