English Breakfast – eine britische Frühstückstradition auf Reisen
Ein English Breakfast, auch „Full English Breakfast“ oder umgangssprachlich „Fry-up“ genannt, gehört zu den bekanntesten Frühstückstraditionen Großbritanniens. Auf einem klassischen Teller finden sich meist gebratener oder gegrillter Speck, Würstchen, Eier, gebratene Tomaten, Champignons, Baked Beans und Toast. Je nach Variante kommen Hash Browns, Fried Bread oder Black Pudding hinzu.
L
LearnEnglish – British Council
+1
Heute ist das English Breakfast längst nicht mehr nur in Großbritannien zu Hause. Besonders in beliebten Urlaubsregionen mit vielen britischen Besuchern hat es seinen festen Platz auf den Frühstückskarten gefunden – und wird dabei häufig an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Woher kommt das English Breakfast?
Die Geschichte des English Breakfast reicht weiter zurück, als man zunächst vermuten könnte. Ein reichhaltiges, warmes Frühstück entwickelte sich vor allem im 18. und 19. Jahrhundert. Zunächst war ein üppiges Frühstück vor allem bei wohlhabenden Gesellschaftsschichten verbreitet. Es bot gleichzeitig die Möglichkeit, hochwertige Lebensmittel aus den eigenen Landgütern zu präsentieren.
Während der viktorianischen Zeit wurde das herzhafte Frühstück zunehmend auch bei der arbeitenden Bevölkerung beliebt. Ein kräftiges Frühstück sollte Energie für einen langen Arbeitstag liefern. Kochbücher des 19. Jahrhunderts trugen dazu bei, die typischen Bestandteile des heutigen Full English Breakfast zu etablieren.
L
LearnEnglish – British Council
+1
Interessant ist dabei: Das klassische Full English, wie wir es heute kennen, war nicht schon seit Jahrhunderten in genau dieser Form üblich. Viele Bestandteile entwickelten sich nach und nach, bevor sich die typische Kombination aus Eiern, Speck, Würstchen, Bohnen, Tomaten, Pilzen und Toast herausbildete.
W
Wikipedia
English Breakfast in Santa Pola – britische Tradition unter spanischer Sonne
Wer ein English Breakfast in Santa Pola an der Costa Blanca bestellt, erlebt eine interessante Mischung aus britischer Tradition und spanischem Urlaubsgefühl.
Die Grundidee bleibt gleich: Eier, Speck, Würstchen, Baked Beans, Tomaten, Pilze und Toast gehören auch hier zu den typischen Bestandteilen. Allerdings können sich die verwendeten Produkte und die Zubereitung von einem Café zum nächsten deutlich unterscheiden.
In Spanien wird das klassische Frühstück häufig etwas mediterraner interpretiert. Die Verfügbarkeit lokaler Produkte und die spanische Frühstückskultur spielen dabei eine Rolle. So kann ein English Breakfast in Santa Pola je nach Restaurant etwas leichter oder individueller ausfallen als die sehr traditionelle britische Variante.
Gerade das macht den Reiz aus: Man sitzt nicht mehr in einem britischen Café bei typisch englischem Wetter, sondern genießt Speck, Eier und Baked Beans bei Sonnenschein und meist angenehmen Temperaturen am Mittelmeer.
English Breakfast auf Teneriffa – besonders stark von der britischen Urlaubskultur geprägt
Auf Teneriffa hat das English Breakfast eine besonders starke Präsenz. Vor allem im Süden der Insel, in den stark touristisch geprägten Regionen, gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés, die sich auf britische Urlauber und internationale Gäste eingestellt haben. Dort ist ein Full English Breakfast auf vielen Speisekarten zu finden.
A
Alles Teneriffa
+1
Der Unterschied zu Santa Pola liegt deshalb weniger im Grundrezept als vielmehr in der Auswahl und Ausrichtung der Angebote. Auf Teneriffa findet man häufiger Frühstücke, die sich sehr eng am britischen Original orientieren – beispielsweise mit britischem Back Bacon, britischen Würstchen, Baked Beans und Hash Browns. Manche Lokale bieten zusätzlich Varianten wie ein Scottish Breakfast oder weitere britische Spezialitäten an.
A
Alles Teneriffa
+1
Natürlich gibt es auch auf Teneriffa große Qualitätsunterschiede. Während einige Cafés großen Wert auf britische Zutaten und eine traditionelle Zubereitung legen, wird das English Breakfast andernorts eher an den lokalen Geschmack angepasst.
Santa Pola oder Teneriffa – wo schmeckt das English Breakfast „englischer“?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Santa Pola bietet häufig die interessante Kombination aus britischem Frühstück und spanischem Mittelmeer-Flair. Teneriffa, insbesondere der Süden der Insel, ist dagegen stärker von der britischen Tourismus- und Gastronomiekultur geprägt.
Wer ein möglichst klassisches Full English sucht, hat auf Teneriffa daher tendenziell eine größere Auswahl an Angeboten, die sich ausdrücklich an der britischen Vorlage orientieren. Wer dagegen die Kombination aus englischem Frühstück und spanischem Küstenambiente sucht, findet in Santa Pola seinen ganz eigenen Reiz.
Gibt es English Breakfast auch in Hua Hin in Thailand?
Ja – auch in Hua Hin muss man auf ein English Breakfast nicht verzichten.
Hua Hin ist ein international geprägter Urlaubsort mit einer großen Auswahl an Restaurants und Cafés, die neben thailändischer Küche auch europäische und britische Gerichte anbieten. Ein Blick auf aktuelle Speisekarten zeigt, dass dort tatsächlich klassische Full English Breakfasts angeboten werden.
So gibt es beispielsweise Angebote mit Eiern, Bacon, Cumberland-Würstchen, Tomaten, Champignons, Baked Beans und Sauerteigbrot. Andere Cafés bieten sogar eine besonders traditionelle Variante mit Black Pudding, Hash Browns, Bohnen, Pilzen und britischen Würstchen an.
B
bloomhuahin.com
+1
Damit zeigt sich, wie international das English Breakfast inzwischen geworden ist: von England über Spanien bis nach Thailand. In Hua Hin trifft die britische Frühstückstradition zusätzlich auf die kulinarische Vielfalt Thailands – und wird dort häufig als All-Day-Breakfast angeboten.
H
Harry’s
+1
Ein Frühstück, viele Varianten
Ob in England, Santa Pola, auf Teneriffa oder in Hua Hin: Das English Breakfast hat seinen eigenen Charakter bewahrt. Die Kombination aus Ei, Speck, Würstchen, Bohnen, Tomaten, Pilzen und Brot ist unverwechselbar.
Gleichzeitig zeigt sich an jedem Ort eine eigene Interpretation. Genau darin liegt der besondere Reiz dieses Frühstücks: Es ist britische Tradition, die auf Reisen gegangen ist.
Und vielleicht schmeckt ein Full English gerade deshalb besonders gut – wenn man es dort genießt, wo eigentlich Sonne, Palmen und Meer statt englischem Regen auf einen warten.
:::
L
W
A
Quellen
